Zahnmedizinisches Versorgungszentrum Schleswig Zahnärzte Frank, Bruhn & Oehlert Partnerschaft stellt Insolvenzantrag

  • Dr. Arno Doebert zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt
  • Praxisbetrieb läuft uneingeschränkt weiter
  • Löhne und Gehälter der knapp 80 Beschäftigten bis Ende Oktober gesichert

Flensburg, 02. September 2026 / Die Zahnarztpraxis „zahnmedizin im zentrum“ (Zahnmedizinisches Versorgungszentrum Schleswig Zahnärzte Frank, Bruhn & Oehlert Partnerschaft) hat beim zuständigen Amtsgericht Flensburg einen Eigenantrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt. Das Gericht bestellte Rechtsanwalt Dr. Arno Doebert von der Kanzlei REIMER zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

Der Praxisbetrieb wird vollumfänglich fortgeführt. Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten sind über das Insolvenzgeld bis Ende Oktober 2026 gesichert. Für Patientinnen und Patienten ändert sich durch den Insolvenzantrag nichts: Die vereinbarten Termine finden weiterhin statt; die zahnmedizinische Versorgung an allen vier Standorten läuft ohne Einschränkungen weiter.

Das 2002 gegründete Zahnmedizinische Versorgungszentrum betreibt vier Praxisstandorte in Norddeutschland – in Schleswig, Böklund, Satrup und Süderbrarup – und beschäftigt 77 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, überwiegend am Hauptstandort Schleswig. Das Leistungsspektrum reicht von Prophylaxe und Zahnerhaltung über Kieferorthopädie bis hin zu Implantologie und Oralchirurgie.

Hintergrund der wirtschaftlichen Schieflage ist eine wachstumsbedingte Restrukturierungssituation. Dabei konnte die Umsatzentwicklung des Zahnmedizinischen Versorgungszentrums mit den in den vergangenen Jahren deutlich gestiegenen Kosten nicht Schritt halten.

Dr. Arno Doebert, vorläufiger Insolvenzverwalter: „Die fachmedizinische Versorgung der Patientinnen und Patienten bleibt im vorläufigen Insolvenzverfahren erhalten und der Praxisbetrieb läuft ungeachtet der Insolvenz regulär weiter. Gemeinsam mit der Praxisleitung prüfen wir derzeit gründlich die wirtschaftlichen Perspektiven und werden das Verfahren nutzen, um eine langfristige Lösung für den Praxisbetrieb zu finden.“

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