Türkische ASKO-Group übernimmt Geschäftsbetrieb des Baumaschinenherstellers Atlas

  • Kaufvertrag am 11. Juni 2026 notariell beurkundet
  • Vollzug steht unter dem Vorbehalt behördlicher Freigaben
  • Mehrzahl der rund 400 Beschäftigten wird übernommen

Hamburg, 12. Juni 2026 / Die türkische ASKO Group hat das operative Geschäft der insolventen niedersächsischen Atlas-Gruppe erworben. Der Kaufvertrag wurde am 11. Juni 2026 notariell beurkundet. Der Vollzug steht unter dem Vorbehalt kartell- und außenwirtschaftsrechtlicher Freigaben. Mit dem rechtskräftigen Abschluss wird noch im Laufe dieses Sommers gerechnet.

Das Amtsgericht Delmenhorst hatte am 6. Februar 2026 die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet und Hendrik Gittermann von der Kanzlei REIMER zum vorläufigen Sachwalter bestellt. Mit Beschluss vom 1. Juni 2026 eröffnete das Gericht das Insolvenzverfahren und bestätigte Gittermann als Sachwalter. Ursache des Insolvenzantrags war eine anhaltende Schwäche der Baumaschinen- und Bauwirtschaft, die zu deutlich rückläufigen Auftragseingängen und einer geringeren Auslastung geführt hatte.

Die ASKO Group ist eine private türkische Industrieholding. Die Gruppe verfügt über mehrere operative Gesellschaften in den Bereichen Baumaschinen, Landmaschinen, Energie und Technologie und beschäftigt rund 1.800 Menschen. Zu ihren Marken zählen Basak Traktör (Landmaschinen), MST İş Makinaları (Baumaschinen), ELS Lift (Arbeitsbühnen) sowie über die kanadische Tochtergesellschaft Buhler Industries die Marken Versatile und Farm King.

Mit der Übernahme von Atlas stärkt ASKO seine Präsenz in Europa und ergänzt sein Portfolio um etablierte Kompetenzen im Baumaschinenbereich, eine bekannte Marke sowie bestehende Händler- und Kundenstrukturen.

Die niedersächsische Atlas-Gruppe beschäftigt rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Standorten Ganderkesee, Delmenhorst und Vechta. „Mit der ASKO Group haben wir einen in der Industrie erfahrenen strategischen Investor gefunden, der Atlas eine realistische Perspektive bietet. Der Betrieb wird fortgeführt, die Marke bleibt erhalten“, sagt Sachwalter Hendrik Gittermann.

Den strukturierten internationalen Investorenprozess begleitete PricewaterhouseCoopers (PwC) unter der Federführung von Timo Klees und Julius Karp. Zur Unterstützung der Geschäftsführung wurden die Sanierungsexperten Dr. Malte Köster und Dr. Hans-Joachim Berner (KÖSTERBERNER Sanierungsrecht) als Generalbevollmächtigte eingesetzt.

Pressekontakt

Zum Inhalt springen