Vorläufiges Insolvenzverfahren über Alfred Kuhse GmbH eröffnet

  • Geschäftsbetrieb läuft uneingeschränkt weiter
  • Sanierungsexperte Dr. Tjark Thies prüft Fortführungsoptionen

Hamburg, 18. Oktober 2019 | Das Amtsgericht Lüneburg hat mit Beschluss vom Mittwoch, 16. Oktober 2019, das vorläufige Insolvenzverfahren über das Vermögen der Alfred Kuhse GmbH aus Winsen (Luhe) auf Antrag der Schuldnerin eröffnet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt und Sanierungsexperte Dr. Tjark Thies von der Hamburger Kanzlei Reimer Rechtsanwälte bestellt. „Wir haben uns bereits einen ersten Überblick über die Lage des Unternehmens verschafft und werden nun intensiv prüfen, ob und in welcher Form man den Betrieb erhalten und fortführen kann“, sagte Thies am Freitag. Der Geschäftsbetrieb wird bis auf weiteres uneingeschränkt fortgeführt. Die Löhne und Gehälter für die Mitarbeiter sind durch die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes bis einschließlich November 2019 gesichert. Die Alfred Kuhse GmbH ist ein weltweit agierender Spezialist für individuelle Steuerungs- und Automatisierungstechnik für die Energieerzeugung und -verteilung und beschäftigt am Firmensitz in Winsen rund 70 Mitarbeiter. Neben dem Schaltanlagenbau für stationäre Kraftwerke baut und wartet das Traditionsunternehmen auch Notstromsysteme für Krankenhäuser und andere sicherheitsrelevante Energieverbraucher. Die Kuhse Industrial Components GmbH, in der der ehemalige Geschäftsbereich Magnetbau der Alfred Kuhse GmbH gebündelt ist, ist von der Insolvenz nicht betroffen. Der vorläufige Insolvenzverwalter teilte mit, dass der Hauptauftraggeber der Alfred Kuhse GmbH, einer der maßgeblichen Hersteller im Großmotoren- und Kraftwerkbau, dem insolventen Unternehmen seine Unterstützung zugesagt hat und an den laufenden Aufträgen festhält. „Wir werden sämtliche Sanierungsoptionen für das Unternehmen prüfen. Für konkrete Zukunftsszenarien ist es aber noch zu früh“, sagte Thies.

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