Nobiskrug-Werft stellt Insolvenzantrag

  • Amtsgericht Neumünster beschließt vorläufiges Verfahren
  • Werftbetrieb wird fortgeführt

April 2021 | Die traditionsreiche Nobiskrug-Werft aus dem schleswig-holsteinischen Rendsburg hat Insolvenzantrag gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter hat das zuständige Amtsgericht Neumünster den Sanierungsexperten Hendrik Gittermann von der Hamburger Kanzlei REIMER bestellt. Der Fachanwalt für Insolvenzrecht ist ein ausgewiesener Experte für Sanierungs-, Restrukturierungs- und Insolvenzverfahren im Bereich der maritimen Wirtschaft.

Gittermann analysiert derzeit mit einem Expertenteam die wirtschaftliche Situation des Unternehmens. Sein Ziel ist es, in den kommenden Wochen Sanierungsoptionen für das Schiffsbauunternehmen auszuarbeiten. „Der Betrieb wird uneingeschränkt weitergeführt – einschließlich aktueller Yacht-Neubauten und der Abarbeitung von Reparaturaufträgen. Die Löhne und Gehälter der rund 330 Beschäftigten sind über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit für drei Monate abgesichert“, sagt der Rechtsanwalt.

Aktuelle Presseberichte und Spekulationen über mögliche Insolvenzgründe der Werft kommentiert Gittermann ausdrücklich nicht. „Dafür ist es derzeit noch zu früh. Jetzt geht es darum, möglichst schnell Gespräche mit allen Beteiligten zu führen und den reibungslosen Betrieb sicherzustellen“, so Gittermann. Dazu zähle insbesondere die Notwendigkeit, die Belegschaft mitzunehmen. „Denn eine Insolvenz bedeutet häufig gerade nicht das Ende eines Unternehmens, sondern die Chance auf einen schuldenfreien Neubeginn“, so der Insolvenzrechtsexperte.

Die Nobiskrug GmbH ist Teil der Unternehmensgruppe Privinvest, zu der auch noch die Werften German Naval Yards Kiel (GNYK) und die Lindenau-Werft in Kiel gehören. Beide Schiffsbaubetriebe sind von der Nobiskrug-Insolvenz nicht betroffen.

In ihrer 115-jährigen Geschichte hat Nobiskrug mehr als 750 zivile und militärische Neubauten und zahlreiche Umbauten ausgeliefert. Heute ist die Werft auf den Bau von Superyachten über 60 Meter Länge spezialisiert. Zu den spektakulärsten Projekten gehört der Bau der „A“ – mit einer Länge von knapp 143 Metern und 3.700 Quadratmetern Segelfläche die größte Segelyacht der Welt.

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Zu REIMER: Seit vielen Jahren gehört die Kanzlei REIMER in der Sanierungsberatung, der Restrukturierungsberatung und der Insolvenzverwaltung zu den führenden Kanzleien Deutschlands. Die breite fachliche Aufstellung der Kanzlei mit über 90 Experten aus den Bereichen Restrukturierungsrecht, Insolvenzrecht, Gesellschaftsrecht und Arbeitsrecht sowie Steuern und Betriebswirtschaftslehre an 8 Standorten gewährleistet eine nachhaltige Beratung von Unternehmen jeder Größenordnung.

Im Juve-Handbuch „Wirtschaftskanzleien 2020/21“ wird die Kanzlei für den Bereich Insolvenzverwaltung/ Sachwaltung empfohlen. Das Magazin „Focus“ empfiehlt REIMER als „Top-Wirtschaftskanzlei 2020“ für den Bereich Insolvenz und Sanierung. Die WirtschaftsWoche hat REIMER im Rechtsgebiet Insolvenzrecht als „TOP Kanzlei 2020“ ausgezeichnet. Die internationale Research-Agentur „The Legal 500“ empfiehlt REIMER als „Führende Kanzlei 2021“ für den Bereich Restrukturierung und Insolvenz. Die Kanzlei ist zertifiziert nach ISO 9001:2015 und nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Insolvenzverwaltung, GOI.