Mechanical Machining GmbH aus Celle stellt Insolvenzantrag

  • Vorläufiges Insolvenzverfahren des Maschinen- und Anlagenbauers angeordnet
  • Geschäftsbetrieb mit 33 Mitarbeitern wird uneingeschränkt fortgeführt
  • Amtsgericht Celle bestellt Viktor von Websky zum vorläufigen Insolvenzverwalter

Hamburg, 12. Juni 2020 | Der Maschinen- und Anlagenbauspezialist Mechanical Machining GmbH aus Celle hat Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Das Amtsgericht Celle hat daraufhin den Hamburger Sanierungsexperten Viktor von Websky von der Kanzlei Reimer Rechtsanwälte zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Der Betrieb des Unternehmens wird mit seinen 33 Beschäftigten uneingeschränkt fortgeführt. Deren Gehälter und Löhne sind durch die Vorfinanzierung von Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit bis auf weiteres gesichert.

Als hochspezialisiertes Lohnunternehmen fertigt die Mechanical Machining GmbH Sonderbauteile, unter anderem sehr lange und runde Präzisionsteile und Sondergewinde für den Maschinen-, Schiffs-, Eisenbahn- und Anlagenbau sowie für die Chemie- und Lebensmittelindustrie. Kernkompetenz des Unternehmens ist das Tiefbohren in Stahl und hochfeste Legierungen bis 20 Meter Länge sowie das Langdrehen von Drehteilen bis zu 30 Meter Länge und 40 Tonnen Gewicht. Die Mechanical Machining GmbH hat seit 1930 überwiegend für die Erdöl- und Gasindustrie gefertigt. Dieser Markt ist jedoch aufgrund der schwierigen Situation der Branche zunehmend weggebrochen. Seit einigen Jahren bemüht sich die Geschäftsleitung, verstärkt andere Märkte zu erschließen.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Viktor von Websky analysiert derzeit die wirtschaftliche Situation des Unternehmens sowie dessen Sanierungs- und Fortführungsperspektiven. „Das Unternehmen verfügt über hochspezialisiertes Know-how im Metallbau. Ich bin daher überzeugt, dass aussichtsreiche Gespräche mit Übernahmeinteressenten bevorstehen. Die Investorensuche hat bereits begonnen. Ob und in welcher Form ein Erhalt des Unternehmens gelingt, wird sich jedoch erst in den kommenden Wochen zeigen“, sagt der Sanierungsspezialist.

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