Flensburger Schiffbau-Gesellschaft übernimmt Nobiskrug-Werft

  • Zukunft des Unternehmens drei Monate nach Insolvenzantrag gesichert
  • Fast alle der knapp 300 Werft-Arbeitsplätze bleiben erhalten
  • Der Bau von Superyachten wird in Rendsburg fortgeführt

 

Rendsburg 16. Juli 2021 / Die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft mbH (FSG), die zur Tennor Gruppe des deutschen Unternehmers Lars Windhorst gehört, übernimmt die insolvente Nobiskrug-Werft in Rendsburg. Der Vertrag wurde heute, am 16. Juli 2021 notariell beurkundet, nachdem der Gläubigerausschuss der Lösung bereits gestern zugestimmt hatte. Damit hat Insolvenzverwalter Hendrik Gittermann von der Hamburger Kanzlei REIMER die Zukunft der renommierten Werft innerhalb von drei Monaten nach Insolvenzantrag gesichert.

Die FSG wird im August 2021 vollständig für das operative Geschäft zuständig sein und dann den Bau von Superyachten unter der Marke Nobiskrug nahtlos in Rendsburg fortführen. Durch die übertragende Sanierung konnten nahezu alle der knapp 300 Schiffbau-Arbeitsplätze und alle Ausbildungsplätze erhalten werden.

Die Abteilung Stahlbau von Nobiskrug, die unter anderem für Bau, Wartung und Reparatur der Schleusentore des Nord-Ostsee-Kanals zuständig ist, wird hingegen mit rund 25 Beschäftigten von Insolvenzverwalter Gittermann fortgeführt, bis hierfür ein weiterer Investor gefunden ist.

Nobiskrug ist auf den Bau von Superyachten wie der „Sailing Yacht A“ oder der mehrfach preisgekrönten „Artefact“ spezialisiert und hat am 12. April 2021 Insolvenzantrag gestellt. Daraufhin hatte Insolvenzverwalter Gittermann gemeinsam mit der Beratungsgesellschaft PwC unverzüglich einen umfangreichen internationalen Investorensuchprozess angestoßen.

„Das Interesse an dem Rendsburger Traditionsunternehmen war gewaltig. Nobiskrug besitzt in der Yachten-Szene einen sagenhaften Ruf, in etwa vergleichbar mit dem von Bentley oder Rolls Royce unter Automobilisten“, sagt Gittermann. „Ich freue mich daher umso mehr, dass die monatelangen Gespräche und Verhandlungen mit Werften, Privatinvestoren und Investmentgesellschaften zu diesem erfreulichen Ergebnis geführt haben. Der nun besiegelte Abschluss dient den Interessen der Gläubiger, der Beschäftigten und der gesamten maritimen Wirtschaft in Norddeutschland in idealtypischer Art und Weise“, so Gittermann weiter.

Lars Windhorst, Gründer der Tennor Gruppe, erklärt zum Erwerb von Nobiskrug: „Die Übernahme von Nobiskrug ist für uns ein wichtiger strategischer Schritt. Mit Nobiskrug erhalten wir einen Zugang zum attraktiven Wachstumsmarkt Superyachtbau. Die renommierte Werft steht wie nur wenige andere für innovativen und ökologisch anspruchsvollen Individualschiffbau. Den Kern unseres maritimen Investments bildet die FSG mit dem Bau von Handels- und Marineschiffen, den wir jetzt um den Bau von Superyachten erweitern.“

Über den Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart – wie bei solchen Verfahren allgemein üblich.

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