REIMER mit der Sanierung des Kasseler Anlagenbauers Ludwig Pfeiffer GmbH & Co. KG beauftragt

  • Rechtsanwalt Thomas Rittmeister von REIMER zum Generalbevollmächtigten ernannt
  • Alle Auslandsaktivitäten mit Auftragsvolumen von 250 Mio. Euro sollen im Rahmen der Eigenverwaltung fortgeführt werden
  • 62 laufende Bauprojekte in 23 Ländern
  • Geschäft der Schwestergesellschaft Ludwig Pfeiffer Leipzig ist nicht betroffen

 

Frankfurt a.M., 16. Dezember 2021 | Die Ludwig Pfeiffer Hoch- und Tiefbau GmbH & Co. KG aus Kassel hat beim zuständigen Amtsgericht Kassel ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Der Frankfurter Rechtsanwalt Thomas Rittmeister von der Kanzlei REIMER wurde zum Generalbevollmächtigten ernannt, um die Sanierung des Unternehmens zu strukturieren, das überwiegend in Südamerika, Südosteuropa und Asien tätig ist.

 

Zum vorläufigen Sachwalter hat das Gericht den Kasseler Rechtsanwalt Dr. Andreas Kleinschmidt von der Kanzlei White & Case bestellt. Rittmeister und Kleinschmidt sind auch für das zeitgleich beantragte Eigenverwaltungsverfahren der Konzernholding, der Pfeiffer GmbH, zuständig.

 

Weitere Gesellschaften der Pfeiffer-Gruppe – insbesondere die Ludwig Pfeiffer GmbH & Co. KG Leipzig, deren Geschäftsfeld sich in Deutschland und Österreich befindet – sind von den Insolvenzen nicht betroffen.

 

Die Ludwig Pfeiffer GmbH & Co. KG Kassel beschäftigt rund 1.000 Mitarbeiter. Den Großteil seines Jahresumsatzes von zuletzt knapp 84 Millionen Euro erwirtschaftet das Unternehmen mit Bauprojekten im Bereich des Rohr- und Anlagenbaus sowie des grabenlosen Bauens für Mikrotunnel. Dazu zählen etwa Wasseraufbereitungs- und Kläranlagen, Straßen und Flughafenunterquerungen oder die Erneuerung von Abwasserdruckleitungen. Insgesamt beschäftigt die Pfeiffer-Gruppe rund 2.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit.

 

Sämtliche der weltweit 62 laufenden Bauprojekte mit einem Auftragsvolumen von mehr als 250 Millionen Euro in 23 Ländern sollen fortgeführt werden. „Wir stellen gerade mit einem Expertenteam von REIMER und der Unternehmensberatung Bachert & Partner rund um deren Partner Helge Hoffmann jedes einzelne Projekt auf den Prüfstand. Anschließend werden wir gemeinsam über die Sanierungsoptionen entscheiden“, sagt Thomas Rittmeister von REIMER.

 

Auslöser der wirtschaftlichen Schieflage von Pfeiffer waren zahlreiche pandemiebedingte Folgeerscheinungen, zum Beispiel drastische Auftragsrückgänge, Zahlungsausfälle, unterbrochene Lieferketten und massive Preissteigerungen für Rohstoffe. „Das deutsche Insolvenzrecht liefert uns sehr nützliche Instrumentarien für eine Fortführung der rentablen Baustellen, was eine Sanierung des gesamten Unternehmens ermöglichen könnte“, berichtet der vorläufige Sachwalter Dr. Andreas Kleinschmidt von der Kanzlei White & Case.

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Zu REIMER: Seit vielen Jahren gehört die Kanzlei REIMER in der Sanierungsberatung, der Restrukturierungsberatung und der Insolvenzverwaltung zu den führenden Kanzleien Deutschlands. Die breite fachliche Aufstellung der Kanzlei mit über 90 Experten aus den Bereichen Restrukturierungsrecht, Insolvenzrecht, Gesellschaftsrecht und Arbeitsrecht sowie Steuern und Betriebswirtschaftslehre an zehn Standorten gewährleistet eine nachhaltige Beratung von Unternehmen jeder Größenordnung.

Im Juve-Handbuch „Wirtschaftskanzleien 2021/22“ wird die Kanzlei für den Bereich Insolvenzverwaltung/ Sachwaltung empfohlen. Für das Wirtschaftsmagazin „brandeins“ zählt REIMER im Bereich Insolvenz, Restrukturierung & Sanierung zu den besten Wirtschaftskanzleien Deutschlands 2021. Die WirtschaftsWoche hat REIMER im Rechtsgebiet Insolvenzrecht als „TOP Kanzlei 2021“ ausgezeichnet. Die internationale Research-Agentur „The Legal 500“ empfiehlt REIMER als „Führende Kanzlei 2021“ für den Bereich Restrukturierung und Insolvenz. Die Kanzlei ist zertifiziert nach ISO 9001:2015 und nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Insolvenzverwaltung, GOI.