- Geschäftsbetrieb läuft uneingeschränkt weiter
- Löhne und Gehälter der 140 Beschäftigten über Insolvenzgeld gesichert
- Sanierungsexpertin Jennie Best als vorläufige Insolvenzverwalterin bestellt
- Gute Chancen auf Erhalt des Betriebs einschließlich der Arbeitsplätze
Hamburg, 31. März 2026 / Die HIT Personaldienstleistungen GmbH hat am 23. März 2026 beim Amtsgericht Hamburg Insolvenzantrag gestellt. Das Gericht hat am selben Tag die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet und die Rechtsanwältin und Sanierungsexpertin Jennie Best von der Kanzlei REIMER zur vorläufigen Insolvenzverwalterin bestellt. Das überregional tätige Personaldienstleistungs-Unternehmen unterhält Standorte in Hamburg, Stade, Berlin, Leipzig und München und beschäftigt insgesamt 140 Mitarbeitende, davon 126 externe und 14 interne.
Die HIT Personaldienstleistungen GmbH bietet seit mehr als 30 Jahren Zeitarbeit und Personalvermittlung an. Die überlassenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden vor allem in den Bereichen Handwerk, Industrie & Technik, Medizin & Pflege, Logistik und Luftfahrt eingesetzt. Das Unternehmen geriet infolge der schwachen wirtschaftlichen Konjunktur unter Druck: Die Nachfrage nach Zeitarbeitskräften ging insbesondere in den industriellen Einsatzbranchen in letzter Zeit spürbar zurück. Gleichzeitig beeinträchtigten außergewöhnlich hohe Krankenstände und Fehlzeiten die Produktivität und führten zu erheblichen Umsatzeinbußen.
Der Geschäftsbetrieb wird im Zeitraum der vorläufigen Insolvenzverwaltung an allen fünf Standorten uneingeschränkt fortgeführt. Jennie Best und ihr Team von REIMER verschaffen sich derzeit einen umfassenden Überblick über die wirtschaftliche Situation der HIT Personaldienstleistungen GmbH und haben bereits erste Maßnahmen zur Stabilisierung des Betriebs eingeleitet. In der vergangenen Woche wurden die 140 Mitarbeitenden in einer Betriebsversammlung über die aktuelle Lage informiert.
Die Löhne und Gehälter sind während des Eröffnungsverfahrens durch die Insolvenzgeldvorfinanzierung der Bundesagentur für Arbeit gesichert. Die Löhne und Gehälter für die Monate Februar und März wurden bereits ausbezahlt.
Die vorläufige Insolvenzverwalterin Best sieht gute Chancen auf einen dauerhaften Erhalt des Betriebs einschließlich der Arbeitsplätze. „Die HIT Personaldienstleistungen GmbH verfügt über drei Jahrzehnte Erfahrung sowie einen breit diversifizierten Kundenstamm, der auch in einigen konjunkturresilienten Branchen verankert ist. Das sind gute Voraussetzungen für den Fortbestand des Unternehmens. In der vergangenen Woche haben bereits mehrere konkurrierende Marktteilnehmer ihr Interesse an einer Übernahme bekundet. Daher bin ich zuversichtlich, eine tragfähige und zukunftsorientierte Lösung für das Unternehmen und seine Mitarbeitenden zu finden“, sagt Jennie Best.
Mit Unterstützung einer auf Transaktionen in Krisensituationen spezialisierten Unternehmensberatung soll in Kürze ein strukturierter M&A-Prozess gestartet werden, um weitere potenzielle Investoren anzusprechen.