Home » Pressemitteilungen » B2B-Reiseanbieter Grimm Touristik stellt Insolvenzantrag
  • Geschäftsbetrieb wird fortgeführt
  • Urlaubsreisende sind nicht betroffen

Frankfurt a.M., 30. September 2020 | Der hessische Pauschalreiseanbieter GTW Grimm Touristik Wetzlar GmbH hat am 25. September 2020 Insolvenzantrag gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter hat das zuständige Amtsgericht Wetzlar den Frankfurter Juristen Thomas Rittmeister von der Kanzlei Reimer Rechtsanwälte bestellt. Der Geschäftsbetrieb des Tourismusunternehmens mit rund 30 Millionen Euro Jahresumsatz läuft uneingeschränkt weiter. Die Gehälter der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden bis einschließlich November 2020 über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit gesichert.

Das vor mehr als 40 Jahren gegründete Unternehmen organisiert maßgeschneiderte Reiseangebote – inklusive Hotelbuchungen, Flüge, Schiffe, Bustransfers und Reiseleitung vor Ort. Ein Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit besteht in der Durchführung von Flusskreuzfahrten sowie von Rund- und Studienreisen innerhalb von Europa. Kunden sind ausschließlich rund 1.500 gewerbliche Reiseveranstalter europaweit (B2B), etwa Reisebüros, Busunternehmen oder Anbieter von Gruppenreisen. Direkte Geschäftsbeziehungen zu Endverbrauchern bestehen keine.

„Durch die Covid-19-Pandemie ist die Durchführung nahezu aller Reisen zum Erliegen gekommen“, begründet GTW-Geschäftsführer Uwe Schneider den Insolvenzantrag. „Hinzu kommen hohe Rückzahlungsverpflichtungen aufgrund stornierter und abgesagter Reisen. Diese haben durch Reisewarnungen für wichtige Destinationen wie Ungarn und Wien nochmals zugenommen, so dass wir letztlich die Reißleine ziehen mussten“, sagt Schneider.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Rittmeister analysiert derzeit mit einem Expertenteam die wirtschaftliche Situation des Unternehmens, um Sanierungs- und Fortführungsoptionen zu prüfen. „Mittlerweile trotz der Corona-Krise wieder eingehende Anfragen machen Hoffnung auf eine zügige Ausweitung der operativen Geschäftstätigkeit“, sagt Sanierungsexperte Rittmeister. „Am Ende wird für eine Sanierung mitentscheidend sein, dass es keine weiteren Restriktionen oder Reisewarnungen für die wichtigsten Destinationen gibt – oder gar einen zweiten Lockdown.“

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Zu Reimer Rechtsanwälte Partnergesellschaft: Reimer Rechtsanwälte ist eine auf das Insolvenz- und Wirtschaftsrecht spezialisierte Kanzlei mit mehr als 80 Mitarbeitern an den Standorten Hamburg, Kiel, Frankfurt, Hannover, Lübeck, Rostock, Mannheim und Flensburg. Die Partnergesellschaft zählt mit elf Insolvenzverwaltern und mehr als 20 Rechtsanwälten zu den größten und versiertesten deutschen Insolvenzrechtskanzleien. Die internationale Research-Agentur „The Legal 500“ empfiehlt Reimer Rechtsanwälte als „Führende Kanzlei 2020“ für den Bereich Insolvenzrecht. Im Juve-Handbuch „Wirtschaftskanzleien“ wird die Kanzlei als eine der besten deutschen Kanzleien für den Bereich Insolvenzverwaltung/Sachwaltung empfohlen. Die„Wirtschaftswoche“ listet Reimer als „Top-Kanzlei 2020“. Das Wirtschaftsmagazin „brandeins“ hat Reimer Rechtsanwälte 2020 die Bestnote für den Bereich Insolvenz, Restrukturierung & Sanierung verliehen. Die Zeitschrift „Focus“ empfiehlt Reimer als „Top-Wirtschaftskanzlei 2020“ für den Bereich Insolvenz & Sanierung. Die Kanzlei ist zertifiziert nach ISO 9001:2015 und nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Insolvenzverwaltung, GOI.