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Betrieb des Waldorfkindergartens Hamburg-Wilhelmsburg läuft weiter

• Ausreichende Finanzmittel vorhanden
• Gehaltszahlungen sind gesichert
• Investorensuche läuft vielversprechend

Hamburg, 16. August 2019 | Der Betrieb des Waldorfkindergartens in Hamburg-Wilhelmsburg läuft an beiden Standorten uneingeschränkt weiter – trotz der Insolvenz des Trägers „Verein zur Förderung der Interkulturellen Waldorfpädagogik in Hamburg e.V.“ Das Amtsgericht Hamburg hatte am 10. Juli 2019 das Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vereinsvermögen angeordnet und Dr. Tjark Thies von der Hamburger Kanzlei Reimer Rechtsanwälte zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Die laufenden Gehaltszahlungen der knapp 30 Beschäftigten sind über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit gesichert. „Nach heutigem Stand werden die Finanzmittel für einen Fortbestand des Kindergartens ausreichen“, sagt Thies. Aktuell bereitet er mit seinem Team die Übernahme und den weiteren Betrieb durch einen Investor vor. „Wir führen bereits vielversprechende Verhandlungen, bleiben aber für weitere Angebote offen“, sagt Thies. „Wir legen großen Wert darauf, dass die hohe Betreuungsqualität der Kinder aufrechterhalten bleiben wird.“ Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens ist für den 1. Oktober 2019 vorgesehen.

Der Verein betreibt den Waldorfkindergarten mit zwei Krippen- und drei Elementargruppen seit 2009. Hier werden rund 90 Kinder nach dem Konzept der Inklusion und der interkulturellen Erziehung betreut.

Aktuelle Spekulationen über ein strafrechtliches Fehlverhalten ehemaliger Vereinsvertreter kommentiert der vorläufige Insolvenzverwalter nicht. „Die Vereinsführung hatte bereits im März 2019 gewechselt, also weit vor dem Insolvenzantrag. Der aktuelle geschäftsführende Vorstand, Dr. Nikolai Kramer, genießt mein volles Vertrauen“, sagt Thies. Mögliche Schadenersatzansprüche – auch gegen ehemalige Führungskräfte – werden derzeit sorgfältig durch ein Expertenteam geprüft. Dies sei ein Vorgang, der bei den meisten vorläufigen Insolvenzverfahren standardmäßig stattfinde, so Thies.