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Motorradhändler ZTK Erlebniswelt und Zweirad Technik melden Insolvenz an

  • Geschäftsbetriebe in Schneverdingen und Uelzen laufen weiter
  • Arbeitsplätze und Gehälter der rund 40 Mitarbeiter sind vorerst gesichert
  • Amtsgericht Celle bestellt Viktor von Websky und Jens Hamdorf zu vorläufigen Insolvenzverwaltern

Hannover, 16. Januar 2018 | Die niedersächsischen Motorradhändler ZTK Erlebniswelt Motorrad GmbH sowie Zweirad Technik e.K. mit Standorten in Schneverdingen und Uelzen haben am 15. Januar 2018 beim Amtsgericht Celle Insolvenzantrag gestellt. Zu vorläufigen Insolvenzverwaltern hat das Gericht Rechtsanwalt Viktor von Websky vom Hannoveraner Büro der Kanzlei Reimer Rechtsanwälte und den Hamburger Steuerberater Jens Hamdorf aus der Kanzlei TREUGANT AG bestellt.

Das Ursprungsunternehmen wurde 1982 von Dieter Könemann als „Zweirad-Technik Könemann“ gegründet und verkauft heute neue und gebrauchte Motorräder bekannter Marken wie BMW, Triumph sowie Import Motorräder der bekannten Marken. Hinzu kommen der Verkauf von Ersatzteilen, Zubehör und Kleidung, ein umfangreicher Werkstattservice sowie der Betrieb eines Bistros. Allein der Standort Schneverdingen hat eine überdachte Fläche von 5.000 Quadratmetern. In der deutschen und internationalen Zweiradszene besitzt das Traditionsunternehmen mit rund 40 Mitarbeitern einen hohen Bekanntheitsgrad.

ZTK Erlebniswelt und Zweirad Technik werden weiterhin mit Zweirädern, Ersatzteilen und Zubehör beliefert. Der Geschäftsbetrieb beider Unternehmen läuft unverändert weiter. Die Gehälter der Beschäftigten werden bis 31. März 2018 durch das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit abgesichert.

Die vorläufigen Insolvenzverwalter Viktor von Websky und Jens Hamdorf haben sich einen ersten Überblick verschafft und der vollumfänglichen Fortführung der Betriebe zugestimmt. Sie sind aktuell vor Ort und erstellen zusammen mit der Geschäftsführung eine wirtschaftliche Bestandsaufnahme. Welche Optionen sich hieraus für die Sanierung und den Erhalt der Unternehmensgruppe ergeben, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Ebenso können Gründe für die Insolvenz noch nicht genannt werden.

„Der Insolvenzantrag wird in der internationalen Biker-Szene für viel Aufsehen sorgen und großes Interesse an einer Fortführung hervorrufen“, prophezeit von Websky. „Bei mir haben sich bereits Dutzende Kunden und Lieferanten gemeldet und mir ihre Solidarität bekundet“, ergänzt Geschäftsführer Dieter Könemann. „Ich baue auf eine tragfähige Lösung, die den Interessen aller Beteiligten gerecht wird.“

Zu Reimer Rechtsanwälte Partnergesellschaft: Reimer Rechtsanwälte ist eine auf das Insolvenz- und Wirtschaftsrecht spezialisierte Kanzlei mit mehr als 80 Mitarbeitern an den Standorten Hamburg, Kiel, Frankfurt, Hannover, Lübeck, Rostock, Mannheim und Flensburg. Die Partnergesellschaft zählt mit neun Insolvenzverwaltern und 21 Rechtsanwälten zu den größten und versiertesten deutschen Insolvenzrechtskanzleien. Die internationale Research-Agentur „The Legal 500“ empfiehlt Reimer Rechtsanwälte als „Führende Kanzlei 2018“ für den Bereich Insolvenzrecht. Im Juve-Handbuch „Wirtschaftskanzleien“ wird die Kanzlei für den Bereich Insolvenzverwaltung/Sachwaltung empfohlen. Das Magazin „Focus“ empfiehlt Reimer als „Top-Wirtschaftskanzlei 2017“ für den Bereich Insolvenz & Sanierung. Die Kanzlei ist zertifiziert nach ISO 9001:2015 und nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Insolvenzverwaltung, GOI.