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Insolvenzverfahren „Segelreederei Kapitän Hass“: Gläubiger sollten jetzt Forderungen anmelden

• Mehrere Kaufinteressenten für Frachtsegler „Undine“ und Fracht-Ever „Annemarie“

• Insolvenzverwalter schätzt Schaden auf rund 200.000 Euro

Hamburg, 1. April 2016 | Im Privatinsolvenzverfahren über das Vermögen des Flensburger Kaufmanns Torben Haß empfiehlt Insolvenzverwalter Peter-Alexander Borchardt von der Hamburger Kanzlei Reimer Rechtsanwälte den Gläubigern, ihre Forderungen bei ihm zur Insolvenztabelle anzumelden. Nur dann könnten die Ansprüche geprüft und bearbeitet werden. Kapitän Haß hatte mit seinem Traditionssegler „Undine“ unter der Bezeichnung „Segelreederei Kapitän Hass e.K.“ einen Liniendienst zwischen Hamburg und Sylt für Frachtgut und bis zu acht Passagiere betrieben. Mit dem historischen Motor-Frachtschiff „Annemarie“ bot er zudem einen Frachtdienst an, der vor allem zum Abtransport von Klärschlamm einiger Nordsee-Halligen genutzt wurde. Im vergangenen Februar hatte das Amtsgericht Flensburg das Insolvenzverfahren über sein Vermögen eröffnet. Die Schiffe des Nautikers liegen derzeit im Museumshafen Harburg. „Wir haben einen Makler mit dem Verkauf der Liebhaberstücke beauftragt. Erste Angebote liegen bereits vor“, sagt Insolvenzverwalter Borchardt. Eine Fortführung des Betriebs werde es nicht geben, weil die Schiffe nicht einsatzfähig seien und notwendige Investitionen nicht getätigt werden könnten. Zu den Gläubigern zählen unter anderen Kreditgeber, Finanzamt und die Knappschaft. Borchardt geht davon aus, dass der Schaden für die Gläubiger etwa 200.000 Euro beträgt. Ob und in welcher Höhe die Forderungen später beglichen werden können, lässt sich aktuell noch nicht bestimmen. Medien hatten berichtet, Ursache für die Insolvenz seien unerwartete Forderungen der Knappschaft Bahn-See für ausstehende Sozialversicherungsbeiträge gewesen. „Nach unserer Einschätzung handelt es sich jedoch eher um eine Verkettung mehrerer Gründe. Dazu zählt auch ein Havarieschaden, der zu Umsatzeinbußen führte“, sagt Insolvenzverwalter Borchardt. Die Knappschaft hatte im November 2015 Insolvenzantrag wegen einer Forderung über rund 23.000 Euro gestellt.

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Reimer Rechtsanwälte / Peter Borchardt Peter Borchardt / Torben Haß

Zu Reimer Rechtsanwälte Partnergesellschaft: Reimer Rechtsanwälte ist eine auf das Insolvenz- und Wirtschaftsrecht spezialisierte Kanzlei mit mehr als 70 Mitarbeitern an den Standorten Hamburg, Kiel, Hannover, Flensburg, Lübeck und Rostock. Die Partnergesellschaft zählt mit neun Insolvenzverwaltern und 23 Rechtsanwälten zu den größten und versiertesten deutschen Insolvenzrechtskanzleien (www.reimer-rae.de). Die internationale Research-Agentur „The Legal 500“ empfiehlt Reimer Rechtsanwälte als „Führende Kanzlei 2017“ für den Bereich Insolvenzrecht. Im Juve-Handbuch „Wirtschaftskanzleien“ wird die Kanzlei für den Bereich Insolvenzverwaltung/Sachwaltung empfohlen. Das Magazin „Focus“ empfiehlt Reimer als „Top-Wirtschaftskanzlei 2017“ für den Bereich Insolvenz & Sanierung. Die Kanzlei ist zertifiziert nach ISO 9001:2015 und nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Insolvenzverwaltung, GOI.