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Reedereien zahlen ihre Containermieten

• Geschäftsbetrieb läuft planmäßig weiter
• Über 90 Prozent der Gesamtforderungen entfallen auf Investoren
• Erste Auszahlung im vierten Quartal 2016

Hamburg, 4. Juli 2016 | Die Reederei-Kunden der insolventen Magellan Maritime Services GmbH (MMS) haben die fälligen Containermieten regulär geleistet oder den Zahlungseingang avisiert. Kündigungen hat es keine gegeben. „In den vergangenen Wochen konnten wir den MMS-Geschäftsbetrieb durch eine intensive Kommunikation mit den Reedereien stabilisieren. Dieser läuft jetzt planmäßig weiter“, sagt der vorläufige Insolvenzverwalter Peter-Alexander Borchardt von der Kanzlei Reimer Rechtsanwälte. „Das betrifft auch den vom Investitionsgeschäft unabhängigen Containerhandel.“

Sämtliche Unternehmensgelder von MMS befinden sich auf gesperrten Bankkonten. MMS kann Überweisungen nur mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters unter Aufsicht des Amtsgerichts Hamburg ausführen. Derartige Zahlungen erfolgen derzeit lediglich zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs in Hamburg sowie zur Verwaltung der Container. Dies beinhaltet beispielsweise deren Instandhaltung oder Depotkosten.

Das gesicherte Vermögen von MMS steht allen Gläubigern zu gleichen Teilen zu. Bezogen auf die Gesamtforderungen gegen MMS handelt es sich bei diesen Gläubigern zu mehr als 90 Prozent um Kapitalanleger. Die erste Auszahlung ist für das vierte Quartal 2016 geplant.

Voraussichtlich Ende September oder Anfang Oktober 2016 wird eine Gläubigerversammlung abgehalten. Dort wird der Insolvenzverwalter Lösungsszenarien zur Fortführung, Sanierung und/oder zum Verkauf von MMS zur Abstimmung stellen. Dazu könnte auch eine Planinsolvenz zählen. Von wesentlicher Bedeutung in Bezug auf diese Lösungsszenarien ist die MMS-Zusage, den Anlegern nach Vertragsende einen Festpreis für ihr Containerinvestment zurückzuzahlen. Hierzu finden derzeit intensive rechtliche und wirtschaftliche Prüfungen statt, um Investorenrechte bestmöglich zu wahren. In jüngster Zeit wurde in Anlegerkreisen intensiv diskutiert, inwiefern den Investoren eigene Mietforderungen gegenüber den Reedereien zustehen. Diese Frage konnte inzwischen mit Hilfe eines Gutachtens der renommierten Anwaltskanzlei CMS Hasche Sigle geklärt werden: MMS hat den Investoren die Mietforderungen bei Vertragsschluss nicht rechtswirksam abgetreten und ist somit selbst Inhaber der Mietforderungen. „Wirtschaftlich spielt das für Anleger aber nur eine vergleichsweise geringe Rolle“, sagt Borchardt. „Als mit Abstand größte Gläubigergruppe haben die Kapitalanleger ohnehin Anspruch auf den allergrößten Teil sämtlicher Erlöse und Vermögenswerte.“ Pressekontakt: Agentur das AMT GmbH & Co. KG Andreas Jung E-Mail: Telefon: +49 (431) 55 68 67 91 Mobil: +49 (160) 632 00 72

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Zu Reimer Rechtsanwälte Partnergesellschaft: Reimer Rechtsanwälte ist eine auf das Insolvenz- und Wirtschaftsrecht spezialisierte Kanzlei mit mehr als 70 Mitarbeitern an den Standorten Hamburg, Kiel, Hannover, Flensburg, Lübeck und Rostock. Die Partnergesellschaft zählt mit neun Insolvenzverwaltern und 23 Rechtsanwälten zu den größten und versiertesten deutschen Insolvenzrechtskanzleien (www.reimer-rae.de). Die internationale Research-Agentur „The Legal 500“ empfiehlt Reimer Rechtsanwälte als „Führende Kanzlei 2017“ für den Bereich Insolvenzrecht. Im Juve-Handbuch „Wirtschaftskanzleien“ wird die Kanzlei für den Bereich Insolvenzverwaltung/Sachwaltung empfohlen. Das Magazin „Focus“ empfiehlt Reimer als „Top-Wirtschaftskanzlei 2017“ für den Bereich Insolvenz & Sanierung. Die Kanzlei ist zertifiziert nach ISO 9001:2015 und nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Insolvenzverwaltung, GOI.