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Insolvenzplanverfahren

Der Insolvenzplan ist ein insolvenzrechtliches Instrument zur zügigen Überwindung einer Insolvenz durch einen Vergleich mit den Gläubigern. Neben der erheblichen Abkürzung des Insolvenzverfahrens besteht der wesentliche Vorteil in der individuellen Ausrichtung und Ausgestaltung von Fortführungs- und Abwicklungslösungen auf die unternehmerischen und persönlichen Gegebenheiten bei dem Schuldner. Das Planverfahren wurde in den vergangenen Jahren gesetzlich mehrfach gestärkt. Durch die gesetzliche Erleichterung gesellschaftsrechtlicher Regelungen im Plan wird der Anwendungsbereich und Gestaltungsspielraum in Insolvenzverfahren juristischer Personen erheblich erweitert. So sieht das Gesetz u.a. die Möglichkeit vor, durch den Plan auch auf die Rechte der Gesellschafter Einfluss zu nehmen. Ergänzt werden die Gestaltungsmöglichkeiten durch die Einführung eines Gruppeninsolvenzplanverfahrens, das eine abgestimmte Sanierung, Restrukturierung oder auch Abwicklung mehrerer insolventer und nicht insolventer Gesellschaften eines Konzerns ermöglicht. Mit der Zulassung des Planverfahrens in Verbraucherinsolvenzen ist der Insolvenzplan nunmehr auch für Privatpersonen zur vorzeitigen Erlangung der Restschuldbefreiung interessant.

Unsere besondere Expertise auf dem Gebiet des Insolvenzplanverfahrens ist hierbei nicht nur auf jahrelange praktische Erfahrung mit der Erstellung von Insolvenzplänen und der Begleitung von Insolvenzplanverfahren zurückzuführen, sondern zudem auf eine intensive wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Entwicklung des Planverfahrens in der Gesetzgebung, Rechtsprechung und Praxis. Unsere Rechtsanwälte Dr. Tjark Thies und Dr. Solveig Lieder haben mit Ihren Beiträgen im „Hamburger Kommentar zum Insolvenzrecht“ und dem Handbuch zur Praxis des Insolvenzrechts maßgeblich zur Weiterentwicklung dieses pragmatischen Sanierungsinstruments beigetragen.